DIE NIERE
Hormonproduktion des Erythropoetins
Die Nieren leisten jedoch weit mehr als nur Filterarbeit. Sie produzieren auch lebenswichtige Enzyme wie Renin (Regulation des Blutdrucks), aktives Vitamin D3 (Knochenstoffwechsel) und Erythropoetin. Erythropoetin regt die Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark an. Sie zirkulieren im Blut, nehmen den Sauerstoff in der Lunge auf und verteilen ihn anschließend im Körper. Die roten Blutkörperchen haben eine Lebensdauer von nur ca. 120 Tagen. Aufgrund ihrer wichtigen Funktion müssen sie daher ständig neu gebildet werden.
Eine gesunde Niere nimmt den Mangel an roten Blutkörperchen wahr und schüttet daraufhin vermehrt Erythropoetin aus. Die Bildung der roten Blutkörperchen erfolgt im Knochenmark und wird von der Niere mit Hilfe des Erythropoetins reguliert. Sinkt der Gehalt an Erythrozyten im Körper stark ab, wird dies registriert und die Niere bildet verstärkt das Hormon Erythropoetin und schüttet dies aus. Es gelangt über den Blutstrom ins Knochenmark und regt dort die Bildung der roten Blutkörperchen an. Der Mangel wird ausgeglichen.
